Hybrid-Technologie /
Hybrid-Bus
Hybrid
Der Ausdruck Hybrid stammt von dem lateinischen Fremdwort griechischen
Ursprunges (Hybrida, -ae, m), ab und hat die Bedeutung von etwas
Gebündeltem, Gekreuztem oder Gemischtem.
Technik
Allgemein versteht man in der Technik unter Hybrid ein System, bei
welchem zwei Technologien miteinander kombiniert werden.
Die vorangestellte Bezeichnung Hybrid- betont ein aus unterschiedlichen
Arten oder Prozessen zusammengesetztes Ganzes. Die Besonderheit liegt
darin, dass die zusammengebrachten Elemente für sich schon
Lösungen darstellen, durch das Zusammenbringen aber neue
erwünschte Eigenschaften entstehen können.
Auch wenn das Zusammenbringen verschiedener Subsysteme geradezu ein
Prinzip von Systemen ist, meiden Systeme eher solche
Hybrid-Lösungen. Denn das Hybridartige bedeutet, dass Doppel-
oder
Mehrfachlösungen für die gleiche Funktion eingesetzt
werden,
die einen jeweils unterschiedlichen inneren Aufbau besitzen.
Systeme sichern ihre Existenz jedoch eher aus der Mehrfachverwendung
gleicher Teile für die gleiche Funktion (Redundanz) oder das
Zusammenbringen von unterschiedlichen Subsystemen für
unterschiedliche Ziele.
Antriebe
und Motoren
Ein Hybridelektrokraftfahrzeug ist nach der eingebürgerten
Bedeutung "Mischling" ein Fahrzeug mit zweierlei Energiearten
beziehungsweise Antrieben. Die am weitesten verbreitete Hybridvariante
ist die Kombination aus Verbrennungsmotor (also Diesel, Benziner oder
Flüssiggas) als Hauptenergiequelle und elektrischer Maschine
mit
einem Stromspeicher in Form eines Akkumulators oder
Doppelschicht-Kondensators. Hybride Antriebssysteme bestehen aus einer
Kombination von mindestens zwei verschiedenen Antrieben. In der Praxis
handelt es sich meist um die Kombination aus einem Verbrennungsmotor
und einem oder mehreren Elektromotoren in einem Fahrzeug. Die in Europa
verkauften Hybrid-Autos besitzen in der Regel einen Benzin- und einen
Elektromotor.
Hybridbus
Hybridbusse gehören zur Gattung der
Hybridelektrokraftfahrzeuge,
sie sind ähnlich wie Duo-Busse mit zwei Antriebssystemen
ausgestattet. Sie verfügen über einen Dieselmotor,
einen
Elektrischen Generator als Stromerzeugungsaggregat, Elektromotoren und
ein Stromspeichersystem.
Im Gegensatz zu Duo-Bussen sind sie von Oberleitungen komplett
unabhängig, der Dieselmotor dient der stetigen
Stromversorgung,
wobei der erzeugte Strom sowohl in die Elektromotoren fließt,
die
eigentlich die Achsen antreiben, als auch in den Stromspeicher. Spitzen
im Energieverbrauch – etwa beim Anfahren – werden
aus dem
Stromspeicher versorgt.
Bei diesem System wird der Kraftstoffverbrauch reduziert, einerseits
durch die Verstetigung und den Verzicht auf hohe Drehzahlen,
andererseits auch durch die Möglichkeit, Bremsenergie
über
die dann generatorisch wirkenden Elektromotoren in den Stromspeicher
zurückzuspeisen. Deutlich reduzieren lässt sich
dadurch auch
der Ausstoß an Schadstoffen. Nachteil des Systems ist der
etwas
höhere Platzbedarf der technischen Ausrüstung,
welcher zu
Lasten der Fahrgastplätze geht, sowie das noch hohe Gewicht
der
Stromspeicher.
Parallele
und serielle
Hybridtechnologie
Aktuell sind zwei Hybridtechniken in der Erprobung.
Bei der parallelen Hybridtechnologie greifen beide Antriebsarten
zugleich auf den Antriebsstrang zu. Der elektronische Antrieb wirkt
hier meist nur unterstützend. Der Verbrennungsantrieb
läuft
dauerhaft. Diese Technik wird besonders bei Regionalbussen eingesetzt,
welche eine mittlere Durchschnittsgeschwindigkeit und einen
längeren Haltestellenabstand haben.
Bei der seriellen Hybridtechnologie wird zunächst vom
Verbrennungsmotor Strom erzeugt, welche in einer Batterie
zwischengespeichert wird. Aus dieser Zwischenspeicherung treibt ein
Elektromotor die Räder an. Hierbei kann das Anfahren auch rein
elektrisch erfolgen. Diese Technik wird besonders bei Stadtbussen
verwendet, welche eine niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit und einen
kurzen Haltestellenabstand haben.
Mercedes
Benz
Der vermutlich weltweit erste Hybridbus war der Mercedes-Benz O 305 OE,
der ab 1979 in Stuttgart und Wesel im Einsatz war.
Von der Firma Mercedes-Benz wurde 1996 eine Vorserie (MB O 405 GNDE)
als Niederflurbus mit Radnabenantrieben gefertigt. Die Entwicklung
wurde jedoch eingestellt, die Berliner Verkehrsbetriebe haben
Restbestände im Einsatz.
Aktuell produziert Mercedes-Benz den Citaro G BlueTec Hybrid. Dieser
ist als serieller Hybrid ausgelegt. Das heißt ein Dieselmotor
speist über einen Generator eine Batterie. Diese Batterie
speist
die elektrischen Fahrmotoren. Durch den gleichmässigeren
Betrieb
des Dieselmotors, sowie die Rückgewinnung von Bremsenergie
kann,
trotz mehrmaliger Energieumwandlung, eine Verbrauchsminderung erzielt
werden.
Aus diesem abgeleitet ist der Citaro FuelCELL-Hybrid. Dieser verbindet
die wasserstoffgetriebene Brennstoffzellen-Technologie mit der
seriellen Hybridtechnologie. Die elektrische Energie für die
Fahrmotoren liefert hier neben der Batterie, eine Brennstoffzelle statt
eines Dieselmotors mit Generator. Durch die Speicherung von
Bremsenergie in den Batterien und einem lastunabhängigen
Betrieb
der Brennstoffzellen kann der Verbrauch um 10 - 25% reduziert werden.
Hierdurch kann das Tankvolumen auf 35 Kilogramm, gegenüber 45
Kilogramm eines Citaro FuelCell, verringert werden. Die Batterien haben
eine Kapazität von 27 kWh. Der elektrische Antrieb wird
über
Radnabenmotoren mit einer Gesamtleistung von 120 kW realisiert. Zehn
12m-Citaro FuelCell-Hybrid sollen ab 2010 in Hamburg im Linieneinsatz
der Hamburger Hochbahn getestet werden. Weltweit sollen 21 weitere
dieser Busse in verschiedenen anderen Städten getestet werden.
Mercedes-Benz rechnet mit dem Beginn der Serienfertigung zwischen 2015
und 2020.
MAN
Mitte 2007 wurde ein Fahrzeug auf Basis des MAN Lion’s City
vorgestellt. Diese Fahrzeuge befinden sich seit Juli 2007 im
Probeeinsatz bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Ein Pilotprojekt
läuft seit August 2005 zwischen Hallbergmoos und dem Flughafen
München Franz Josef Strauß (Linienbus 699).
Hess-Vossloh
Ebenfalls im Juli 2007 wurde mit dem Hess-Vossloh Kiepe lighTram der
erste Doppelgelenk-Hybridbus vorgestellt und in Zug getestet.
Solaris
Die Dresdner Verkehrsbetriebe testen seit Januar 2007 einen Solaris
Urbino 18 Hybrid. Der Bus wird auf der Linie 82 eingesetzt. Weitere
Busse gleichen Typs verkehren seit Mitte 2007 als erster Hybridbus in
der Schweiz beim Regionalbus Lenzburg, seit Herbst 2007 bei den
Leipziger Verkehrsbetrieben und seit Januar 2008 bei den
Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen.
Am 13. September 2008 wurde in München der erste
Hybrid-Gelenkbus
mit einem geschlossenem Dieselrußpartikelfilter der Firma
Solaris
beim Münchner Busbetrieb Josef Ettenhuber vorgestellt. Er
kommt
seither im Regionalbusverkehr des MVV (Münchner
Verkehrsverbund)
zum Einsatz. Gemeinsam werden das Unternehmen Ettenhuber und der MVV
den Bus über vier Jahre hinweg auf seine Wirtschaftlichkeit
hin
prüfen.
BredaMenarinibus
In Italien bietet das Unternehmen BredaMenarinibus den 12-Tonner
Elektro-Dieselmotor-Hybrif BredaMenarinibus M 240 El für 88
bis 97
Mitfahrer an.
Voith
Turbo
Die Firma Voith Turbo bietet zwei Hybridtechnologien zum Verbau in
Bussen an. Zum einen das System DIWAhybrid, das die
Parallelhybridtechnologie nutzt. Dieses basiert auf dem Modell der
Voith-DIWA-Automatikkupplung und ist für höhere
Geschwindigkeiten ausgelegt. Diese Technologie soll in den USA in
Concord unweit San Franciscos ab dem Frühjahr 2010 getestet
werden. Daneben bietet Voith mit dem Hybrid ElvoDrive eine serielle
Hybridtechnologie für den Stadtbusverkehr an. Sechs Busse der
Firma Scania werden mit dieser Technologie seit Mai 2009 in Stockholm
getestet.
Quelle
Wikipedia
Hybridbus der Firma
Ettenhuber - Solaris
Urbino 18 Hybrid

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